Menn Sina

Sina
Menn
Schülerin
2000
Juf
JUSO GR, Co-Präsidentin

In welchem beruflichen / gesellschaftlich-familiären Umfeld bewegen Sie sich?

Ich bin Gymnasiastin und wuchs in einer Bauernfamilie mit zwei Schwestern auf. Wir hatten immer ein offenes Haus, wodurch ich mit verschiedenen Leuten Kontakt hatte. Das hat mich sicher auch in meinem politischen Denken und meiner heutigen Lebenseinstellung geprägt.

Beschreiben Sie uns Ihren politischen Werdegang – Ihre Motivation:

Linke Themen haben mich schon immer interessiert und deshalb habe ich in der JUSO dann auch meine politische Heimat gefunden. Mir ist klar geworden, dass diese Welt nur zu einem sozialen, gerechten und friedlichen Ort für alle werden kann, wenn wir das bestehende Wirtschafssystem überwinden. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Dinge selbst in die Hand nehmen müssen und dass wir auch etwas verändern können, wenn wir dies tun.

Was heisst Gleichstellung für Sie und was brauchen wir um die Gleichstellung in Graubünden zu erreichen?

Gleichstellung bedeutet für mich, dass alle Menschen die gleichen Möglichkeiten und Rechte haben, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Sexualität oder ihrer Hautfarbe. Dazu gehören zum Beispiel auch Lohngleichheit, Diskriminierungsschutz, ein Recht auf Bildung und eine gesicherte Altersvorsorge. Damit die Befreiung der Frauen* auch in Graubünden erreicht werden kann, braucht es meiner Meinung nach die Überwindung des Kapitalismus, denn dieser ist eng mit dem Patriarchat verknüpft. Kapitalist*innen profitieren davon, wenn Frauen* weniger verdienen oder unbezahlte Care-Arbeit verrichten.

Welches Thema (auch mehrere) unserer Gesellschaft liegt Ihnen besonders am Herzen?

Ein Thema das mich sehr beschäftigt, ist der Klimawandel. Wir sind momentan an einem Punkt angekommen, an dem es höchste Zeit ist, drastisch etwas an unserer Lebensweise zu ändern. Tun wir dies nicht, steht es schlecht um unsere Zukunft. Ich bin jung und möchte, dass sowohl meine, als auch kommende Generationen in einer intakten Umwelt leben können. Auch hier bin ich der Überzeugung, dass wir dieses gravierende Problem nur in den Griff bekommen werden, wenn die Menschen selbst entscheiden können, auf welche Art und Weise etwas hergestellt wird und nicht die Profitlogik unsere Produktionsweise bestimmt.