Favre Accola Valérie

Valérie
Favre Accola
lic. Phil., Unternehmerin, Familienfrau und Kleine Landrätin / Grossrätin
1973
Davos
SVP / Kleine Landrätin (Exekutive ) seit 2017, Grossrätin seit 2018

www.valerie-favreaccola.ch

In welchem beruflichen / gesellschaftlich-familiären Umfeld bewegen Sie sich?

Ich bin Mutter von drei Kindern, als administrative Geschäftsführerin im eigenen Familienunternehmen tätig wie in verschiedenen Verwaltungsräten wie Vorständen wie z.B. als Vize Präsidentin des Elektrizitätswerk Davos und der Molkerei Davos Genossenschaft. Ich kenne die Herausforderungen und Anliegen der KMU’s sowie der Berglandwirtschaft. So ist mir die stetige Zunahme der bürokratischen Prozesse bestens bekannt und deren Vereinfachung ein wichtiges Anliegen.

Als Departementsvorsteherin für Bildung und Energie bin ich im täglichen Austausch mit unserer Volksschule, den Mittelschulen, der Berufsfachschule und der Musikschule und weiss wie wertvoll qualitativ hochstehende Bildungsangebote für unsere Jugend sind. Nicht zu unterschätzen ist die Bedeutung eines starken Bildungsstandortes als gewichtiger Standort- und Wettbewerbsfaktor.

Ich engagiere mich jedoch auch seit Jahrzehnten im kulturellen Bereich, früher für das internationale Bildhauersymposium Davos und heute als Co-Präsidentin für die Freunde Davos Festival wie auch im Bereich Sport als Präsidentin des Unihockeyclubs Iron Marmots und als Geschäftsführerin der Paul Accola Stiftung im Sportnachwuchs(förderbereich). Daher kenne ich auch die Herausforderungen von Vereinen, die Bedeutung, Wichtigkeit gemeinnütziger Arbeit, egal in welchem Bereich.

2019 habe ich zusammen mit Fachpersonen eine Arbeitsgruppe gegründet für mehr Schutz für Kinder und Jugendliche gegen sexuelle Übergriffe und Missbrauch. Dies nachdem ich im Bündner Polizeibericht 2018 feststellen musste, dass sich die Delikte sexuelle Handlungen mit Kindern verdoppelt haben und auch 78 Pornographiedelikte, mehrheitlich Kinderpornographie, registriert wurden.

Beschreiben Sie uns Ihren politischen Werdegang – Ihre Motivation:

Von 2008-2016 war ich als Parteisekretärin der SVP Graubünden tätig und habe im Hintergrund meine aktiven Politkolleginnen und Politkollegen unterstützt. 2016 habe ich mich als einzige weibliche Kandidatin zur Wahl in den Kleinen Landrat gestellt (Gemeindeexekutive) und darf seit 2017 das Departement II (Bildung & Energie) führen. 2018 stellte ich mich in Davos als einzige weibliche Grossratskandidatin erneut zu Verfügung und durfte erneut auf das Vertrauen der Bevölkerung zählen. Seither bin ich im Grossen Rat, in der KBK (Kommission Bildung und Kultur) tätig. Ich schätzte den Austausch mit der Bevölkerung und den konstruktiven Dialog mit Partner-Organisationen wie politischen Akteuren.

Was heisst Gleichstellung für Sie und was brauchen wir um die Gleichstellung in Graubünden zu erreichen?

Gleichstellung heisst für mich, dass es keinen Bereich innerhalb der Gesellschaft gibt, der uns Frauen durch Männer verwehrt bleibt: weder im Sport, in der akademischen oder wissenschaftlichen Welt, in der Wirtschaft oder Politik. Dazu zählt für mich auch, dass gleiche Arbeit und gleiche Leistungen gleich entlöhnt werden. Um dies zu erreichen ist es wichtig, dass wir Frauen uns diesen Herausforderungen stellen und beispielsweise auch für ein politisches Amt kandidieren.

Welches Thema (auch mehrere) unserer Gesellschaft liegt Ihnen besonders am Herzen?

Es ist die Aufgabe der Gesellschaft, den Kindesschutz zu maximieren, entsprechend engagiere ich mich innerhalb der Gesellschaft, aber auch in der Politik, damit die Würde und sexuelle Integrität von Kindern bestmöglich geschützt wird. Da gibt es Handlungsbedarf!